Von Kapazitätsgrenzen und Startschüssen – Die Mitgliederversammlung 2015

Die Kapazitätsgrenze des Seminarraumes der SG Fanfarenzug Potsdam, in dem am vergangenen Samstag, den 28. November die siebente Mitgliederversammlung des Technischen Komitees Musik und Spielmannswesen des MTB und BTFB stattfand, war keinesfalls erreicht. Von unseren zahlreichen Mitgliedsvereinen haben nur sieben an der Tagung des höchsten Gremiums im TK teilgenommen. Wenige Vereine haben sich entschuldigt, der Großteil fehlte unentschuldigt. Umso erfreulicher, dass alle Teilnehmer von sich sagen können, einen Startschuss für eine neue Arbeitsweise im TK MSW gesetzt zu haben.

Nach der Eröffnung der Mitgliederversammlung durch Steffen Opitz, seit eineinhalb Jahren Vorsitzender des TK, lernten sich alle Teilnehmer durch eine kurze Vorstellungsrunde kennen. Anschließend kontrollierten die Delegierten das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung und stellten fest, dass der TK-Vorstand allen seinen Aufgaben nachgekommen ist.

Das Jahr 2015 sei sportlich, so Steffen Opitz, durch zwei sehr gut verlaufene Veranstaltungen gekennzeichnet gewesen. Die Fanfaronade am 06. Juni in Strausberg wird allen als ein fairer Wettkampf an einem heißen, aber dennoch sehr schönen Tag in Erinnerung bleiben. Das Festival der Klänge am 11. Juli in Brandenburg an der Havel als Premiere, Fortführung, Neuanfang und Wiedergeburt der Landesmeisterschaften in Brandenburg und Berlin habe einen guten und soliden Grundstein für die Zukunft des Leistungsvergleiches für Turnermusiker in Brandenburg und Berlin gelegt, war sich der TK-Vorstand einig. Mit 450 Gästen, 10 teilnehmenden Zügen und großem Interesse auch aller nicht teilnehmenden Vereine haben wir die vierjährige Pause gut überwältigt. „Das Festival der Klänge in Brandenburg an der Havel war ein Startschuss für ein neues Event“, kamen alle Teilnehmer der Mitgliederversammlung überein.

Das Lehrjahr 2015 sei äußerlich mit vier ausgeschriebenen Lehrgängen erfolgreich gewesen und habe den Forderungen der letzten Mitgliederversammlung Rechnung getragen, so Steffen Opitz. Bedauerlich sei aber, dass lediglich ein Lehrgang stattgefunden hat. Problematisch bei der Beurteilung dieser Situation sind ihre Gründe. Hier ist kein einfacher Grund auszumachen, denn die Ursachen sind vielseitig. Einerseits die oft zu knappe Ausschreibung durch das Technische Komitee und eine unvorteilhafte Arbeitsaufteilung im TK-Vorstand zu Ungunsten einzelner Mitglieder, die somit an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Andererseits bereiten die Richtlinien der ESA, des LSB und des MTB dem TK durch Mindestteilnehmerzahlen, ohne die der Lehrgang nicht förderfähig ist, große Probleme. Für das nächste Jahr hat der TK-Vorstand seine Prämisse auf den LandesJugendWorkShop vom 11. bis 13. März und das Ausbilden neuer Lizenzträger der Lizenz C Musik Brandenburg gesetzt.

Der TK-Vorstand berichtete im Folgenden über seine vier Beratungen in diesem Jahr in Cottbus, Elsterwerda, Berlin und Potsdam. Aufgrund der hohen Entfernungen der Wohnorte der Vorstandsmitglieder und die damit verbundenen Fahrtkosten seien solche Treffen komplizierter geworden, aber dennoch nötig, führte der Vorstand weiter aus.

Bei der anschließenden turnusgemäßen Wahl des TK-Vorstandes wurde Benjamin Seidemann durch die Mitgliederversammlung zum Wahlleiter ernannt. Dabei wurden die folgenden Personen mit je 100% der Stimmen in ihre Ämter gewählt:                                 Steffen Opitz (Verantwortlicher für Spielmannszüge), Olaf Arndt-Sieg (Verantwortlicher für Schalmeienorchester), Stefanie Lösche (Verantwortliche für Jugend) und Jonas Roch (Verantwortlicher für Kommunikation und Medien). Der Vorstand hat anschließend Bettina Bels als Beisitzerin und Koordinatorin der Fanfaronade 2016 und Silke Noack als Beisitzerin berufen. Wir, der Vorstand des Technischen Komitees Musik und Spielmannswesen, bedanken sich hiermit herzlich für die geleistete Arbeit der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Jens-Andreas Weber (Verantwortlicher für Fanfaren und Organisator der Fanfaronade), René Klein (Verantwortlicher für Schalmeienorchester) und Diana Morgenroth (Verantwortliche für Jugend). Kritisch zu bemerken ist das Fehlen eines Vorsitzenden des TK. Der neue Vorstand wird sich in naher Zukunft mit dieser Problematik befassen.

Nach einer kurzen Pause berichtete Bettina Bels über den Vorbereitungsstand der 26. Fanfaronade am 04. Juni 2016 in Neustrelitz. Die Vorabfrage habe ergeben, dass 22 Vereine beabsichtigen, teilzunehmen, 19 davon am Wettbewerb. Dieser Zuspruch sei sehr erfreulich und mit dem Fanfarenzug Neustrelitz habe man einen engagierten Ausrichter gefunden. Die Beratung der Fanfarenzüge hatte im Vorfeld der Mitgliederversammlung vorgeschlagen, die Wettbewerbsordnung zu ändern. Demnach gibt es keinen Gesamtsieger der Fanfaronade mehr, sondern vier Sieger in den jeweiligen Disziplinen Marsch Division I, Show Division I, Marsch Division II und Show Division II. Dieser Vorschlag wurde von der Mitgliederversammlung angenommen.

Jonas Roch stellte danach den Vorbereitungsstand des Festivals der Klänge am 09. Juli 2016 in Hirschfeld vor. Das Team bestehend aus Steffen Opitz, Koordinator im TK MSW, Günther Müller, Vereinsvorsitzender, und Jonas Roch, Koordinator im Spielmannszug TV „Deutsche Eiche“ Hirschfeld und im TK MSW, arbeitet gut zusammen und hält den Aufgabenplan ein. Die Schirmherrschaft durch den Landrat des Landkreises Elbe-Elster ist zugesichert. Der ins Leben gerufene Konzertwettbewerb soll neben dem Entertainment alle Formationen ansprechen, am Festival der Klänge teilzunehmen und wurde in die Wettbewerbsordnung aufgenommen. Der Sportlerball nach dem Wettbewerb soll den Vereinen eine Möglichkeit zum Feiern und Kennenlernen geben und gleichfalls Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 110jährigen Jubiläum des Ausrichters sein. Der Vorabfragebogen für das Zweite Festival der Klänge ist auf tumubb.de veröffentlicht und bis zum 15. Dezember an Steffen Opitz zu senden. Im Anschluss an die Vorstellung der Vorbereitungen wurde eine veränderte Wettbewerbsordnung verabschiedet, die allen Vereinen mit dem Protokoll zugehen wird.

Unter dem Tagesordnungspunkt Sonstiges stellte Jonas Roch, Verantwortlicher für Kommunikation und Medien, sein Konzept für die Wiederbelebung des tambour vor. Allen Vereinen ging dazu ein Anschreiben zu, dass auch hier abgerufen werden kann. Die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen, Verbänden und dem TK MSW ist Grundvoraussetzung für einen inhaltsreichen und spannenden neuen tambour. Jonas Roch bat eindringlich alle Vereine, ihn mit Beiträgen zu unterstützen und so den tambour als lebendiges Kommunikationsmedium mitzugestalten.

Kapazitätsgrenzen und Startschüsse – Das TK MSW geht mit vielen neuen Zielen und Ambitionen und nicht zuletzt mit einem neuen Vorstand aus der Mitgliederversammlung. Probleme und Schwierigkeiten sind nach wie vor vorhanden, doch können sie durch den neuen Vorstand in Zukunft besser gelöst und bearbeitet werden.

Die Teilnehmer der Mitgliederversammlung 2015.

Die Teilnehmer der Mitgliederversammlung 2015.

Der neue TK-Vorstand. V.l.n.r.: Olaf Arndt-Sieg, Bettina Bels, Steffen Opitz, Stefanie Lösche und Jonas Roch.

Der neue TK-Vorstand. V.l.n.r.: Olaf Arndt-Sieg, Bettina Bels, Steffen Opitz, Stefanie Lösche und Jonas Roch.